Reisemedizin

Die Hochland-Malaria

Seit der Jahrtausendwende weisen wir immer wieder auf das Phänomen der sog. "Highland-Malaria" hin, die sich in der Central-und südlichen Rift Valley-Provinz Kenias und dem benachbarten Tansania seit mehr als fünf Jahren etabliert hat. Durch klimatische und ökologische Veränderungen steigt die Malaria immer höher und erreicht Gebietslagen über 2.000 m, in denen sie früher nicht auftrat. Da die Menschen dort keine ausgeprägte Teilimmunität haben, nimmt die Krankheit einen epidemischen Charakter an und führt während und nach der Winterregenzeit (Oktober-Dezember) regelmäßig zu Ausbrüchen bei der einheimischen Bevölkerung. Davon sind auch Touristen betroffen.
Das Kenia Medical Research Institute warnt zur bevorstehenden Saison vor einem erneuten Anstieg der Malaria im Hochland. Klimatologen erwarten für dieses Jahr ein El Nino-Phänomen mit starken Regenfällen und ansteigenden Temperaturen – optimale Bedingungen für eine Vermehrung und Ausbreitung des Vektors. Zum ersten Mal haben Forscher jetzt Anophelen in Karatina und Naru Moru an den Hängen des Mt. Kenia gefunden. Die Klimaerwärmung hat bereits zu einer messbaren Abnahme der Schneedecke am Gipfel des Berges geführt. Ähnliche Beobachtungen wurden auch am Kilimanjaro im benachbarten Tansania sowie am Ruwenzori-Gebirge im westlichen Uganda gemacht.
Die alte Faustregel: "Oberhalb 1.800 m keine Malaria" gilt längst nicht mehr. Der Tourist von heute muss sich auf eine Übertragungsmöglichkeit der Malaria tropica auch in höheren Lagen Ostafrikas einstellen und sein Prophylaxeverhalten danach ausrichten, speziell in den Wintermonaten. Nicht immer wird bei ortsständigen Aufenthalten über längere Zeit in derartigen Höhen eine vorbeugende Medikation erforderlich sein, im allgemeinen wird ein sorgfältiger Mückenschutz ausreichen; bei Fieber ist allerdings immer an eine Malaria zu denken und sofort ein Arzt aufzusuchen. (vo)

Centrum für Reisemedizin
Dr. Klaus-J. Volkmer


Mitnahme von Flüssigkeiten bei Flugreisen

Flugreisen – Handgepäck – Medikamente
Die neuen EU-Richtlinien zur Mitnahme von Handgepäck in die Flugzeugkabine sind am 6. November in Kraft geten. Sie gelten für alle Flüge, die von Flughäfen der Europäischen Union sowie der Schweiz abgehen, unabhängig von deren Bestimmungsort. Also auch für alle Inlandsflüge, innereuropäischen Flüge und Anschlussflüge. Flüssige und gelartige Produkte, wie z.B. Pf1ege- und Kosmetikartikel, sind im Handgepäck nur noch gestattet, wenn sie folgenden Bestimmungen entsprechen:
• Behältnisse mit Flüssigkeiten und ähnlichen Produkten dürfen bis zu 100 m fassen (es gilt die aufgedruckte Höchstfüllmenge).
• Alle einzelnen Behältnisse müssen vollständig in einem transparenten, wieder verschließbaren Plastikbeutel (sog. „Zipper“) mit maximal einem Liter Fassungsvermögen transportiert werden. ( je ein Beutel pro Person)
• Der Beutel muss bei der Sicherheitskontrolle separat vorgezeigt werden.
• Medikamente und Spezialnahrung (z.B. Babynahrung), die während des Fluges an Bord benötigt werden, transportiert werden, können außerhalb des Plastikbeutels transportiert werden.


> zurück zur Übersicht